Die kurze Antwort steht beim Hersteller in einem Satz. Die längere handelt davon, was der Beschichtung wirklich schadet, und das ist nicht der Dreck vom Spaziergang.
Der Hersteller schreibt: Warmes Wasser und Seife funktionieren üblicherweise gut, hartnäckige Stellen kann man mit etwas Reinigungsalkohol betupfen. Das ist die vollständige Pflegeanleitung. Kein Spezialmittel, kein Lederfett, kein Imprägnierspray.
Das ergibt sich aus dem Aufbau. Innen liegt ein Gurtband aus Polyester, außen eine geschlossene Beschichtung. Es gibt keine Poren, in die etwas einziehen könnte, und deshalb auch nichts, was man rückfetten müsste. Was auf der Leine ist, ist auf ihr, nicht in ihr. Mehr dazu in Guide 001.
Für den Fall, dass es nicht bei Sauberkeit bleiben soll, etwa nach einer Infektion oder wenn die Leine zwischen mehreren Hunden wandert, nennt der Hersteller konkrete Mittel: eine zehnprozentige Bleichlösung, also ein Teil handelsübliche Bleiche mit 6,5 Prozent Aktivanteil auf neun Teile Wasser, oder die Flächendesinfektionsmittel Envirocide beziehungsweise Cavicide nach Anweisung auf der Flasche.
Zwei Hinweise von uns, nicht vom Hersteller. Bleiche nie mit anderen Reinigern mischen, dabei kann Chlorgas entstehen. Und danach gründlich mit klarem Wasser abspülen, bevor der Hund wieder daran ist; das versteht sich, steht aber nirgends.
Hier wird es interessant, und dieser Punkt fehlt in fast allen Pflegetipps. Der Hersteller nennt ausdrücklich eine Substanz, die Polyurethan angreift, und es ist keine, die man beim Reinigen benutzt: DEET, der Wirkstoff in vielen Insektenschutzmitteln. Er lässt das Material klebrig werden, und der Hersteller schreibt, DEET werde Polyurethanprodukte anlösen und verfärben.
Im Alltag passiert das nicht beim Putzen, sondern im Sommer: Du sprühst dir Arme und Beine gegen Mücken ein, greifst zur Leine und hältst sie die nächste Stunde in der Hand. Wer sich wundert, warum eine Leine nach einem Sommer klebrig geworden ist, sollte zuerst dort suchen und nicht beim Reinigungsmittel. Lass das Mittel trocknen, bevor du die Leine anfasst, oder wasch dir die Hände.
Der Hersteller antwortet auf die Frage nach Feuchtigkeit und Geruch mit einem Wort: geruchssicher. Das ist seine Formulierung, nicht unsere, und sie ist plausibel, weil eine geschlossene Oberfläche nichts aufnimmt.
Wenn eine Leine trotzdem riecht, lohnt der Blick auf die Stellen, die nicht beschichtet sind. Um Nieten und Ringe herum sammelt sich Feuchtigkeit, ebenso unter einem Karabiner, der lange nass am Halsband hing. Dort sitzt der Geruch, nicht im Band.
In Blogs und Produktbeschreibungen liest man regelmäßig, BioThane könne in die Waschmaschine, in die Spülmaschine oder mit heißem Wasser gereinigt werden. In den öffentlich zugänglichen Herstellerauskünften steht davon nichts. Weder eine Erlaubnis noch ein Verbot, und keine Temperaturgrenze.
Das heißt nicht, dass es schadet. Es heißt, dass niemand dafür geradesteht. Wir schreiben es nicht in unsere Pflegehinweise, weil wir es nicht belegen können, und für warmes Wasser und Seife braucht es die Maschine ohnehin nicht.
Das Band überlebt fast alles. Die Metallteile nicht im selben Maß. Salzwasser an der Ostsee und Streusalz im Winter setzen jedem Karabiner zu, und ein Karabiner, der klemmt, ist der Grund, warum man eine Leine irgendwann ersetzt, nicht ein schmutziges Band.
Nach Meer und nach Winterstraßen also kurz mit klarem Wasser abspülen und trocknen lassen, den Karabiner dabei ein paarmal öffnen und schließen. Das ist mehr wert als jede Bandpflege.
Abspülen, mit Seife abreiben, trocknen lassen. Für alles Weitere gibt es beim Hersteller genaue Angaben, für Waschmaschine und Spülmaschine dagegen keine. Und wer im Sommer Mückenschutz benutzt, hält ihn von der Leine fern; das ist der einzige Punkt, an dem eine BioThane-Leine wirklich Schaden nimmt.
Vorgehen: Als Herstellerangabe gilt hier nur, was das Unternehmen selbst veröffentlicht. Die Hinweise zum Mischen von Bleiche, zum Abspülen und zur Pflege der Beschläge stammen von uns und sind im Text als solche gekennzeichnet. Zu Waschmaschine, Spülmaschine und Temperaturgrenzen liegt uns keine Herstellerauskunft vor; dazu steht hier deshalb weder eine Empfehlung noch eine Warnung. Stand: September 2026.
Transparenz: Sollten unter diesem Beitrag Empfehlungen stehen, sind sie als Werbung gekennzeichnet und hatten keinen Einfluss darauf, was hier steht.